Der Weg war umsonst...

... er hat sich gelohnt!!!

Was mich gerade so beschäftigt

27.01.19

Thuner Tagblatt 25.01.19

"Nach den Ausschreitungen am Bahnhof hat die Stadt diverse neue Auflagen für Heimspiele des FC Thun verfügt. GC-Fans müssen bis auf weiteres direkt mit dem Car zur Stockhorn-Arena anreisen, sonst bleibt ihnen der Einlass ins Stadion verwehrt.

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«Die Massnahmen bei den Spielen gegen GC sind eine angemessene Reaktion auf das, was im Dezember passiert ist», sagt Markus Lüthi. Der Club stehe zu dieser Lösung, «auch wenn dies für uns unter Umständen Umsatzeinbussen bedeuten kann». Im Laufe der Rückrunde werden laut Lüthi in der Stockhorn-Arena neue, modernere Überwachungskameras montiert. «Sie haben eine erhöhte Speicherkapazität, ein grösseres Zoom und liefern Bilder in höherer Auflösung», erklärt Lüthi. Der Club verspricht sich von den neuen Kameras, bei Straftaten im Stadion der Polizei besser bei den Ermittlungen helfen zu können. 

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«Wir akzeptieren diesen Entscheid, sind aber gleichzeitig gespannt über die Umsetzung», sagt die Leiterin Kommunikation beim Grasshopper Club Zürich, Fabienne Wildbolz, auf Anfrage. Unklar ist freilich, wie konsequent die GC-Supporter künftig die verbindliche Anreise befolgen. «Wir werden als Club keine Garantie liefern können, dass unsere Fans dieses Angebot überhaupt in Anspruch nehmen werden», hält Wildbolz fest. Die Kommunikation der Auflage an die Fans geschehe durch den GC-Fanverantwortlichen. Wildbolz bestätigt überdies, dass der Club Rechnungen der STI für die beschädigten Busse in Höhe von rund 80000 Franken erhalten hat. «Wir lehnen die Übernahme der genannten Rechnungen jedoch in aller Deutlichkeit ab.» Als Fussballclub könne GC nicht für jene durch ihre Anhänger verursachten Schäden aufkommen, die «auf öffentlichem Grund und somit ausserhalb unseres effektiven Zuständigkeitsbereiches» passieren."

GC bezeichnet die Randalierer also nach wie vor als seine Fans!

Hier wäre doch endlich eine klare Durchsage angesagt, dass Randalierer keine Fans sind.

Ich wünschte mir, dass die STI ihre Forderung bis vor Bundesgericht durchzieht, und dass der Gesetzgeber aus dem Urteil die nötigen Konsequenzen zieht.Für den Schaden, den seine Fans anrichten, sollte GC haften und dann auf die Fanorganisationen Regress erheben, welche wiederum auf die ihnen bestimmt bekannten Randalierer zurückgreifen können.


Ein grosses Kompliment dem FC Thun, der sich unmissverständlich von den Randalierern distanziert!



15.01.19

In verschiedenen Schweizerstädten gehen die Schülerinnen und Schüler statt in die Schule auf die Strasse, um für eine nachhaltige Umweltpolitik zu demonstrieren.  

Konservative Schulleitende, Unterrichtende und Einwohnende verlangen, dass diese Absenzen als unentschuldigt im Zeugnis eingetragen werden und die Schulschwänzenden bestraft werden.  

Fortschrittliche Schulleitende, Unterrichtende und Einwohnende finden, es handle sich ja um eine gute Sache, und man solle die Streikenden unterstützen, statt sie zu bestrafen.  

Menschenskind! Die Jugendlichen lehnen sich auf, leisten zivilen Ungehorsam. Wenn wir dies legalisieren, nehmen wir Ihnen diese Möglichkeit!!! Also, lassen wir es verboten sein! Tragt die unentschuldigten Absenzen ins Zeugnis ein. Mit der Bemerkung: "Teilnahme an friedlicher Umwelt-Demonstration". Dieser Eintrag wird nicht zum Schandfleck, sondern zum Orden. Ich weiss, Bemerkungen im Zeugnis sind verboten. Was soll's? Wer wird dagegen klagen?  

Nehmt den Jungen mit Eurem fortschrittlich und verständnisvoll sein wollen nicht die Möglichkeit zur Rebellion!  

Junge Menschen, seid aktiv, kreativ, schrill, laut. Setzt Euch ein, für das, was ihr gut findet. Aber seid nicht gegen etwas. Seid für die bessere Alternative. Nehmt Euch nicht (Partei)Politiker und Politikerinnen zum Vorbild, die aus Menschenverachtung, Hass und Neid agieren. Distanziert Euch von Gewalt, Sachbeschädigungen und Beleidigungen.  Pflegt bei Eurem Engagement Wertschätzung und Anstand gegenüber Andersdenkenden. Folgende Anekdote wurde mir kürzlich zugetragen: Jugendliche im Punk-Kleiderladen zur Verkäuferin: "Darf ich die Kleider tauschen, wenn sie meiner Mutter gefallen? "


18.10.18

„Geiz ist geil“ „ das Geld liegt nicht auf der Strasse“ „was nützt es mir?“ „warum soll ich mich an Regeln halten, wenn es mir nichts bringt?“ „ der Markt regelt alles“ „Konkurrenz belebt das Geschäft“

Ist doch einleuchtend! Bei einigem Nachdenken stellt man aber fest, dass diese „Ego -Weisheiten“ gar nicht so weise sind, und dass deren Umsetzung mir möglicherweise am Ende selbst schaden wird. 

Ich lebe und handle in einem System, das nebst dem ökonomischen unter anderem auch aus einem ökologischen und einem sozialen Subsystem besteht. Zum sozialen Subsystem zähle ich auch das juristische System, das regelt, wo die individuellen Freiheiten zu Gunsten eines friedlichen und für die Summe der Individuen befriedigenden Zusammenlebens aufhören. 

Wenn ich die Milch beim Bauern kaufe, die Schuhe beim örtlichen Schumacher herstellen lasse und die Kinder in die örtliche Schule schicke, agiere ich im lokalen System und gestalte dieses mit. 

Wenn ich mein Brot aber im Nachbardorf kaufe, dessen Bäcker das Mehl aus der EU bezieht, weil es dort günstiger ist, greife ich nicht nur in mein System ein, sondern auch in das des Nachbardorfes und das der EU.  Wenn genügend Leute denken und handeln wie ich, gibt es irgendeinmal bei mir keine Bäckerei mehr. Das Brot ist zwar im Nachbardorf billiger, aber ich muss dorthin gelangen, um es zu kaufen. Ist das gäbig? Und so nebenbei: Es muss mehr Mehl aus der EU in die Schweiz importiert werden. Ökologischer Mehrwert? 

Einige Ichs, darunter auch meines, haben also dazu beigetragen, dass das Brot billiger geworden ist ... und wir im Dorf keine Bäckerei mehr haben. 

Unterdessen hat übrigens auch die Bäckerei im Nachbardorf den Betrieb eingestellt. Das Brot gibt es jetzt noch billiger im Supermarkt des zentralen Ortes. Ob es besser schmeckt, ist nebensächlich.

Der eine der beiden Bäcker füllt jetzt im Supermarkt Gestelle auf. Der andere hat das Pensionsalter knapp nicht erreicht und keine Stelle mehr gefunden. Er lebt jetzt von der Sozialhilfe. Im zentralen Ort gibt es jetzt eine Daihatsu-Vertretung und der Velohändler bietet E-Bikes an (wie lange noch?). Der Bauer, der früher Korn produzierte, hat sein Land verkauft. Dort entsteht jetzt das Lager eines Versandhandelsunternehmens.

Ist bis jetzt ja einfach und logisch. 

Ist toll, zu was ich mit meinem Verhalten beigetragen habe! E-Bikes gibt es nun noch billiger im Supermarkt, wo der Velohändler jetzt Billigbikes verkauft. Als Berufsmann arbeitet er allerdings zu teuer. Seine Nachfolgerin wird gerade eingearbeitet. Fachkenntnisse bringt sie keine mit, aber verkaufe kann sie. Der Preis regelt den Markt. 

Ich habe durch mein Verhalten erfolgreich zur Veränderung des ökonomischen, ökologischen und sozialen Systems beigetragen. Was kann ich dafür, wenn andere sich gleich verhalten wie ich?! Die Kollateralschäden sind zwar hässlich. Aber das Brot ist jetzt billiger geworden. O.K. ich brauche jetzt ein Fahrzeug, um es mir zu beschaffen. Aber ich benütze ja das E-Bike und schone damit die Umwelt. 


Einverstanden: Das ist etwas einfach und banal. Wir leben eben in einer globalisierten und liberalisierten Welt. Und da ist das Ganze nicht mehr so einfach! Richtig. Das Ganze ist komplexer geworden. Mit meinem Verhalten greife ich zunehmend nicht mehr nur in mein eigenes lokales System ein, sondern auch in weit entfernte und bewirke dort allenfalls Dinge, die ich weder beabsichtige noch will. Ein Bild, das ich kürzlich gesehen habe, geht mir nicht aus dem Sinn: Ein dunkelhäutiges, herziges Mädchen mit einer leeren Maniokschale schaut mit grossen, hungrigen Augen zu, wie am Fernseher in den USA eine schön gekleidete aufgehübschte Dame ihrer Katze hochwertiges Futter aus einer Blechdose in einen Porzellanteller kredenzt. Ist sich der Produzent dieses Werbespots wohl bewusst, was er in Afrika auslöst?

Es gilt Sorge zu tragen zu unserem, Wissen und Können, zu unserem Handwerk, zu unseren Berufsleuten, zu unserem Gewerbe, zu unserer Industrie. Mit der „Geizistgeil“ – Philosophie tragen wir dazu bei, dass ganz viel davon verloren geht.

Das heisst nicht, dass wir jetzt, wie auch schon, dazu aufrufen, heimisches Gewerbe zu schützen, sondern einen Mehrwert gegenüber der Billigware zu produzieren. Es geht nicht mehr darum, das zu erhalten, was dank Liberalisierung und Globalisierung schon verloren ist. Es geht darum, das berufliche Wissen, das ich erworben habe zu einem angemessenen Preis weiter zu geben. Hier setzt die Kreativität ein, die den Profi vom Billiganbieter unterscheidet. Hier gibt es keine Rezepte, keine „best practices“, die dann von allen billig reproduziert werden.


Es geht zunehmend darum, dass ich mich bewusst verhalte. Bewusst darüber, welche Systeme ich durch mein Verhalten beeinflusse, bewusst darüber, dass ich gar nicht mehr in der Lage bin, alle Konsequenzen meines Verhaltens einzuschätzen,

„Geizistgeil“ ist nur auf ökonomischen Mehrwert ausgerichtet. Der soziale und ökologische Schaden, der damit angerichtet wird, fällt irgendeinmal auf mich zurück.


Es ist am Gesetzgeber, allenfalls dort einzugreifen, wo Globalisierung und Liberalismus Schaden anrichten. Dem sagte man früher einmal auch Volkswirtschaft, was nicht ganz dasselbe ist, wie Betriebswirtschaft.

14.9.18

Ich war an einer guten Veranstaltung. Wie heute üblich wurde ich um eine Rückmeldung auf einer vorgedruckten Karte gebten.

Anstatt die Karte auszufüllen, habe ich dem Veranstalter ein Mail mit sinngemäss folgendem Inhalt geschickt:

„Ich gebe grundsätzlich keine digitalisierbaren Rückmeldungen mehr. Gerne gratuliere ich Ihnen zu Ihrem Anlass ....“

 

9.4.18

Die Zeit, 14.3.18: "171 Tage nach der Bundestagswahl hat Deutschland eine neue Regierung." Das sind 5.7 Monate. Ich verkneife noch einmal beissende Bemerkungen.

Wie Spanien mit den katalanischen Separatisten, insbesondere deren gewählten Regionalbehördenmitgliedern umgeht, entspricht weder meinem Demokratie- noch Rechtsstaatsverständnis. Dass nun Deutschland dem Auslieferungsbgehren und dessen Begründung nicht gefolgt ist, spricht für die deutsche Justiz. Muss auch gesagt sein. Mit dieser Aussage nehme ich nicht Stellung zur katalanischen Unabhängigkeitsbewegung und deren Verhalten. Dazu fehlt mir das nötige Wissen.

Wenn ich die Entwicklung, vor allem in den USA, in Russland, in Ungarn, in Spanien, in Italien und in Österreich, beobachte, stelle ich mit Besorgnis fest, dass nationalpopulistische Bewegungen für sich demokratische Rechte in Anspruch nehmen, und kaum an der Macht, ebendiese Rechte so zurechtbiegen, dass sie faktisch abgeschafft werden.

31.12.17

Zu Beginn der Griechenlandkrise äusserte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel dahingehend, dass Griechenland sein System nach deutschem Vorbild umgestalten müsse.

In einer Fernsehdebatte vertrat Peter Altmaier, seines Zeichens deutscher Bundesminister für besondere Angelegenheiten und Leiter des Bundeskanzleramtes, die Ansicht, dass eine Demokratie nach schweizer Art nicht funktionieren könne, da das Volk komplexe Zusammenhänge nicht beurteilen könne.

Nun hat das deutsche Wahlvolk im September gewählt. Das entstandene Ergebnis entspricht bezüglich dem Mehrheitsverhältnis nicht dem, was von System vorgesehen ist. Also ist Deutschland nicht in der Lage, eine ordentlich Regierung zu bestellen. Die laufenden Geschäfte müssen von einer "geschäftsführenden Regierung" wahrgenommen werden.

Ich verkneife mir beissende Bemerkungen und nehme mir nicht heraus, der  deutschen Nation gute Ratschläge zu erteilen. Ich heisse ja weder Merkel noch Altmaier und gehöre weder der CDU noch der CSU noch der AfD an.

12.6.17

Als 1989 die Berliner Mauer fiel, war allen klar: Das ist das Ende des Kommunismus.

Beim Börsenkrach 2008 war mir sofort klar: Das ist das Ende des masslosen Neoliberalismus. War offensichtlich nur mir klar.

Noch heute vertreten Politiker und Wissenschaftler das Wirtschaftsmodell, das zum Erfolg von Trump und Co geführt hat.

Dazu gilt es einige immer wieder heruntergeleierte Sprüche zu hinterfragen:

"Konkurrenz belebt das Geschäft". Stimmt sicher. Aber wozu dient ein lebhaftes Geschäft? Aktionitis ist zwar spektakulär. Aber wem dient sie ausser denen, die sie inszenieren? Konkurrenz führt möglicherweise zu tieferen Preisen. Diese aber oft nicht zu besserer Qualität. Ein gutes Produkt oder eine gute Dienstleistung zeichnen sich dadurch aus, dass sie zu einem fairen Preis einen Mehrwert für das Individuum, die Gesellschaft und die Umwelt bieten. Bringt das die vielgerühmte Konkurrenz? Oder könnte man da mit geeigneter Kooperation möglicherweise mehr erreichen?

Da sind wir auch schon beim Steuerwettbewerb national und international. Vorab: auch ich bezahle nicht gerne Steuern (Ich gehe auch nicht gerne zum Zahnarzt. Um unsäglichen Zahnschmerzen vorzubeugen gehe ich bei Bedarf trotzdem hin.)

Immer, wenn von Steuern die Rede ist, beginnen Industrie, Gewerbe und deren Verbände zu jammern: "Das gefährdet unsere Wettbewerbsfähigkeit, die Arbeitsplätze werden ins Ausland verlegt." Die Attraktivität unserer Produkte liegt nicht an den billigen Preisen. Sondern an deren Qualität und Zuverlässigkeit. Beides Ergebnis unseres Bildungs- und Ausbildungswesens, unserer Innovationsleistung, unserer politischen Stabilität und dem sozialen Frieden. Diese Dinge kosten. Wollen wir wirklich Firmen in der Schweiz, die von unseren Vorteilen profitieren, mit wenig Personen enorme Gewinne einfahren, keine Lehrlinge ausbilden, sich nicht an Gesellschaft und Kultur beteiligen?  Ich brauche diese Financiers nicht.

Ja, dann ist da noch der alte Spruch: "Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es allen gut." Wer ist die Wirtschaft? Sind das die produzierenden Menschen, die Organisations-, Planungs- und Führungsverantwortlichen (ich benutze hier den Begriff Management absichtlich nicht)? Oder –und hier benutze ich den Begriff bewusst- sind es die Manager, die Modelle und Matrixen abarbeiten, sich auf diese berufen, wenn etwas schief geht, sich die Hände in Unschuld waschen und sich ihr Dasein und allenfalls ihr Versagen hoch bezahlen lassen, sowie die Finanzjongleure, die sich an den Firmen bereichern ohne einen Beitrag an die Produktivität zu leisten?

Es gab Zeiten, da hatte ich Vertrauen zum HIV, zum Gewerbeverband, zu Avenirsuisse. Heute konstruieren sie Aussagen, die den Interessen der grossen multinationalen Konzerne und nicht den schweizerischen KMU, den wahren Stützen unseres Wohlstandes dienen.

Auch die Gewerkschaften, allen voran die militanten UNIA Kämpfer/innen, haben noch nicht begriffen, dass die Ziele des ursprünglichen Klassenkampfes vorbei sind. Wie wäre es, gemeinsam mit den Betrieben Lösungen zu suchen, die unsere Wirtschaft am Laufen erhalten, statt auf Dogmen herumzureiten, die genau so schädlich sind wie der masslose Liberalismus.

          

Ist der Begriff "Sozialer Kapitalismus" wirklich so veraltet? 

1.2.17

Heute bin ich auf mein Gedicht gestossen, das ich am 12.10.2002 während einem Führungsworkshop erfunden habe:

MACHT

Macht macht nüt.

Wi me sech Macht macht,

Was me mit Macht macht,

Was me mit angere mit Macht macht,

Was Macht mit mir macht,

machts.

23.1.17

Letzten Freitag haben also die USA ihren neuen Präsidenten in sein Amt eingesetzt.

Es ist erstaunlich und bedenklich, dass eine Nation wie die USA mit einem ursprünglich sehr durchdachten System zwei Kandidierende wie Hilary Clinton und Donald Trump in die Endauswahl gebracht und schlussendlich einem Mann wie Donald Trump zum Erfolg verholfen hat.

Wie soll man Kindern erklären, dass Ehrlichkeit, Wahrheit und Anstand Tugenden sind, die Grundlage für unser soziales Zusammenleben  sind, wenn ein Mann, der wissentlich die Unwahrheit sagt, die Wirklichkeit verdreht (Trumps Sprecherin Kellyanne Conway:: "alternative Fakten" und nach eigenem Gusto zurechtbiegt sich täglich menschenverachtend äussert, Erfolg hat und der mächtigste Mann der Welt wird? Ein von Launen und Egomanie gesteuerter Mann entscheidet final über den Einsatz von Atomwaffen!

Dass sich gewisse Politiker/innen in der Schweiz zunehmend dieses Erfolgsrezeptes bedienen ist nicht neu. Dass nun aber Exponenti/innen, die sich bisher durch Argumente, Fakten und Anstand auszeichneten auch zu diesen Mitteln greifen, um mehr Stimmen zu erhalten, macht nachdenklich und gibt diesem Verhalten Legitimation.

Eine löbliche Ausnahme bildet da die "Operation Libero" mit Ihrer Exponentin Flavia Kleiner. Hoffentlich biegen sie nicht auf den heutigen Main Stream ein. Hoffentlich erhalten sie sich die klare, wahre Argumentation, keck mit freudigem Lächeln und gut fundiert vorgetragen.

29.2.16

Heute ist Uli Hoeness, der frühere Präsident der FC Bayern nach 21 Monaten vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Er war 2014 wegen Steuerhinterziehung (nachgewiesen 28.5 Mio Euro) zu 3 ½ Jahren Haft verurteilt worden, Bereits ab Anfang 15 durfte er tagsüber in der Jugendabteilung seines Fussballclubs arbeiten und musste nur noch die Nacht im Gefängnis verbringen. Aufgrund einer selten angewandten Regelung wurde er bereits nach der Hälfte seiner Strafe frei.

Vor dem Gesetz sind alle gleich. Einige gleicher!

29.2.16

Nun ist also wieder ein Abstimmungswochenende vorbei.

Der Stil, in dem der Abstimmungskampf geführt wurde, stimmt mich nachdenklich. Da wird von christlicher Seite eine Initiative gestartet, die um Stimmen zu fangen, Steuererleichterungen verspricht, in Wirklichkeit aber darauf abzielt, die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau in der Verfassung festzuschreiben. Dies erachte ich als hinterlistig und unchristlich. Beim Abstimmungskampf zur Durchsetzungsinitiative und zur 2. Gotthardröhre haben beide Seiten zu einem Ton und zu einer Argumentation gegriffen, die nicht mehr volksnah, sondern geschmacklos populistisch ist. 
Besonders gestört hat mich, dass Misstrauen gegen unseren Behörden geschürt worden ist. Diese Behörden wurden durch das Volk bzw. durch die vom Volk gewählten Vertreterinnen und Vertreter gewählt. Wenn das Vertrauen in diese Behörden nicht mehr vorhanden ist, müssen Parteien und Stimmvolk  dafür sorgen, dass andere, vertrauenswürdige Personen gewählt werden.

Ist es wirklich nötig, dass sich links-grün, nur um mehr Macht zu haben, in Stil und Argumentation die SVP zum Vorbild nimmt?

27.02.16

Nun hat sich also die korrupte FIFA neue Statuten gegeben und  als Nachfolger des Wallisers Sepp Blatter den Walliser Gianni Infantino gewählt.

Ist es möglich, dass ein korruptes System eine nicht korrupte Person zu seinem Präsidenten kürt?

Wie hat es Infantino geschafft, vom korrupten Gremium gewählt zu werden?

Wie stellt es Infantino an, aus machtbesessenen korrupten Personen demokratisch handelnde Menschen zu machen?

Bin gespannt auf die Fortsetzung. 

16.02.16

Lange ist auf meiner Website nicht viel passiert. Es kamen einige Dinge dazwischen, die mich stark beansprucht haben.

Heute bin ich mit der Seite "Das geschieht, als ich ..." in der Gegenwart angekommen.

Jetzt kann ich mich den weiteren Seiten widmen.

05.01.15

Nun bin ich also von meinem Festtagsreisli zurück: 2 Wochen ein schwimmendes Hotel auf dem Rhein. Schiff fahren, gut essen und trinken, gekonnte Bühnenbilder und schöne Musik:

Staatstheater Wiesbaden: Der Barbier von Sevilla

Philharmonie Essen: Weihnachtsoratorium

Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf: Hänsel und Gretel

Mit dem Nachtwächter durch Speyer

Festspielhaus Baden-Baden: Der Nussknacker

De nationale Oper Amsterdam: La  Boème

Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf: Aida

Oper Bonn: Die Perlenfischer (konzertant)

Es war einfach schön.

Und nachdem ich mich habe überreden lassen, von August 2014 bis Februar 2015 noch einmal mit 50% in die berufliche Arbeit einzusteigen, habe ich es auch  (hart?) verdient.


01.01.15

Heute geht meine Website online. Ich bin gespannt, was daraus entsteht.